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Ortswechsel
scheinen mein Leben zu bestimmen... derzeit lebe ich nahe Hamburg, davor
liegen eine Reihe von Städten in den verschiedensten Staaten.
Eigentlich habe ich Kunst studiert, aber zwangsläufig in vielen Berufen gearbeitet, davon sind ein paar bis heute hängengeblieben: ich bin freiberufliche IT-lerin (Webmaster, Grafik, Konzeption), schreibe für Magazine und Drehbücher, Kunst mache ich auch nach wie vor und arbeite seit mehreren Jahren kunsthandwerklich mit Leder. Mein Aussehen? Laut eines guten Freundes am einfachsten als kürzere Ausgabe von Morticia aus dem ersten Addams Family Film zu beschreiben. Ich bin eine fast archetypische Waage: meistens sehr ausgeglichen und harmoniesüchtig (Streit oder Disharmonie schlagen mir schnell auf den Magen), liebe Ästhetisches und Schönes, habe einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ich bin sehr sinnlich, in allen Lebensbereichen (*lacht leise*), esse gern und gut, insbesonders japanisches und französisches Essen, diskutiere gern und ziehe den Norden Europas dem Süden vor. Zu meinen negativen Seiten gehört mein eher sehr relatives Verhältnis zur Zeit, aus dem akademischen Viertel werden bei mir meist zwei oder drei, ich kann stur werden, wenn ich glaube recht zu haben, bin viel zu leichtgläubig und vertrauensselig, und habe ich erst einmal eine feste Meinung gefaßt, muß man gut argumentieren, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. An allem ausser meiner Unpünktlichkeit arbeite ich noch.
D/s interessiert mich nicht nur nicht, es ist etwas das mich regelrecht aus einer Session abstürzen läßt, sofern ich unvermittelt damit konfrontiert werde! Bis auf sehr spezielle Fälle lehne ich es deshalb ab, mit devoten Partnern zu spielen. Mein idealer Spiel-Partner ist ein sinnlicher, echter Masochist, evtl. noch mit einer Neigung zu Bondage. Hieraus wird klar, was ich nicht tue: ich strafe nicht, ich zähle keine Punkte, ich verursache keinen unangenehmen Schmerz, ich fordere in der Regel keinen Gehorsam, stelle keine Aufgaben, usw. usw.. Fetische -- ein echtes, weiteres Problem für mich. Ich selbst habe keine der in der SM-Szene üblichen Fetische, es widersteht mir sogar, dem sogenannten Dresscode zu entsprechen! Schwarz ist keineswegs meine Lieblingsfarbe (die ist kobaltblau), und die üblichen Paraphernalia einer Aktiven (High Heels, Nylons, Lack, etc.) kann ich -- an mir -- nicht ausstehen. Wenn überhaupt ist unversehrte, schöne Haut und bei einem Mann reichliche Körperbehaarung eine Art Fetisch für mich, ersteres künstlerisch-ästhetisch, letzteres weil ich es an- und aufregend finde und Körperhaare sowohl bei Mann als auch Frau als Zeichen sexueller Reife, und deshalb positiv empfinde.
Ein weiterer üblicher Fetisch von vielen Männern, der bei mir eher negativ wirkt, sind Feminisierungen, ob nun durch Kleider oder durch Zurechtmachen. Ich bin heterosexuell veranlagt und mehr oder minder stark feminisierte Männer kommen bei mir schlicht als weiblich an. Wenn ich jedoch mit Frauen spielen wollte, würde ich gleich Frauen ansprechen. Andere Fetische empfinde ich als neutral/egal, wie z.B. Lack, Leder, bestimmte Outfits oder Fesselungen, kann mich ehrlicherweise gesagt jedoch auch dann nicht dafür begeistern, wenn der Partner dies tut, ich toleriere sie. Eine Reihe von SM-Spielarten stellen harte Grenzen bei mir dar, sie machen mir entweder keinen Spaß, sind ganz einfach nicht mein Ding oder ekeln mich, u.A. NS/KV, Klinik, die meisten Formen von Cock-Ball-Torture, Fußfetischismus und Branding, sowie generell alles was dauerhafte Marks oder Spuren hinterläßt. Gegen temporäre Spuren habe ich nichts, im Gegenteil, ;-). An dieser Stelle möchte ich herausstellen, daß ich von meinen Neigungen und Abneigungen spreche! Was andere SMler mögen oder aufregend finden, ist m.E. ihre Sache und ich toleriere dies selbstverständlich. Wer mit mir darüber diskutieren will, der ist außerdem herzlich dazu eingeladen, es ist kein Tabuthema für mich, stattdessen finde ich es immer interessant, solche Gefühle und Meinungen zu vergleichen. Nach dem was ich nicht mag, das was ich mag... Flag in allen Spielformen,meine Lieblingstoys sind Neunschwänzige Katzen und Singletails. Außerdem alles was Empfindungen auslöst: Wachs, Eis, Feuer, E-Toys, Nadeln, Messer, Klemmen, etc. . Fesselungen und Bondage, sowie das Spiel mit dem was Empfindungen ermöglicht ebenso, wie situationsgebundenes Spiel, oder Spiel mit dem, was ich von meinem bottom weiß oder erfahre. Zur Zeit interessiert mich japanische Bondage sehr.
Und schließlich bin ich auch noch bekennend polyamourös, will sagen, daß ich bereits in einer Dreierbeziehung lebte, und mir durchaus vorstellen kann, eine solche wieder aufzubauen. Das Thema Beziehung ist derzeit ein Delikates für mich. Ich bin allein und will es nicht bleiben, leider finde ich die Stecknadel im Heuhaufen nicht -- und das schon seit geraumer Zeit. Meine Ansprüche sind auch noch beides -- hoch und essentiell: ich suche einen sinnlichen Masochisten, bei dem es "funkt", einen Mann der Lust auf echte Beziehung hat, und das auch ausleben kann. Jemand der meine Toleranz und das Loslassenkönnen nicht ausnutzt, der bereit ist treu zu sein, jemand der nicht irgendeine große "Rolle" sucht, sondern versteht, daß es bei mir zwischen Person und SM keine Trennlinie gibt, jemand der bereit ist, sich auf Liebe und Geliebtwerden einzulassen. Leider begegnen mir nur Männer, die Sex und Liebe trennen wollen, die auf einen schnellen Kick aus sind oder ein Schulschiff suchen. Oder es sind solche, für die nur die Tatsache zählt, daß ich (irgend)eine Große bin, denen die Rolle (die es bei mir nun mal nicht gibt) wichtiger ist als der Mensch. Es hapert aber auch bereits schon ganz einfach an der Anzahl derer, die masochistisch veranlagt sind, anscheinend findet die Mehrheit den entscheidenden Kick stattdessen beim Sichunterwerfen. Daß der Leidensdruck mit der Zeit wächst, dürfte keinem bei mir verborgen geblieben sein -- was soll ich tun, außer dazu zu stehen? Lapidare Kommentare à la "hör auf zu suchen, dann findest du von allein" kann ich nicht mehr hören, da kommt die Galle hoch. Wie lange soll ich denn untätig warten? Das Leben ist endlich und Warten hat mir vorher schon nicht geholfen, es wird jetzt auch nichts daran ändern -- in diesem Sinne: ich bin auf der Suche.
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